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Die Kamera wackelt, zoomt, wackelt, im Hintergrund sind Stimmen zu hören, die sich unterhalten. Dann zoomt die Kamera auf ein grelles Licht am Nachthimmel. “Ein Stern ist das nicht“, sagt einer der Beteiligten, “auch diese Farben…”.
Ein anderes Video zeigt ein schwarzes, längliches Objekt am Himmel, das knapp oberhalb einer Baumkrone und der Spitze eines Kirchturms pendelnd hin und her fliegt. Beide Videos zeigen Ufosichtungen aus Deutschland, aufgenommen in den Jahren 2009 und 2010. Und auch wenn sie keine Spitzenplätze in den Aufrufen belegen, so kommen beide zusammen doch immerhin auf knapp 30.000 “Viewer” auf dem Video-Portal Youtube.com.

UFOs – fliegende Untertassen?

Die Bezeichnung UFO wird oft mit Außerirdischen in Verbindung gebracht, nüchtern betrachtet bezeichnet UFO jedoch einfach nur Unbekannte Flugobjekte (engl. Unidentified Flying Object). Um der Klischeebehaftung zu entgehen und sich von den sogenannten fliegenden Untertassen abzugrenzen, wird alternativ auch der Begriff “Unidentified Atmospheric Phenomena” (UAP) gebraucht, zu deutsch:”nicht identifiziertes atmosphärisches Phänomen“.
Ufosichtungen werden in der Regel in zwei Kategorien unterteilt: in UFOs im weiteren Sinne und in Ufos im engeren Sinne. Die meisten Ufos gehören zu der ersten Kategorie, da sie nach genauerer Untersuchung erklärt und eingeordnet werden können. Ufos im engeren Sinne dagegen sind sehr viel seltener. Als solche werden gesichtete Objekte benannt, die bislang auch nach eingehender Untersuchung weder erklärt noch identifiziert werden können.
UFOs lassen sich grob in Licht- und in gemachte Objekte unterteilen. Wovon erstere rund 80 Prozent der in Deutschland gesichteten UFOs ausmachen.

UFO-Wellen

1954 rückte das Thema UFOs zum ersten Mal in die deutsche Öffentlichkeit, nachdem in ganz Europa vermehrt UFOs gesichtet wurden. Allein in Frankreich wurden bis zu 500 Sichtungen gemeldet. In Deutschland häufte sich der Begriff der fliegenden Untertasse, manche Wissenschaftler hielten die Erscheinungen für Geheimwaffen der Sowjetunion. Für die meisten Sichtungen aber konnten einfache Erklärungen gefunden werden, wie Wrackteile, andere Planeten, atmosphärische Störungen oder Meteoriten.
Eine weitere Welle ging 2007 über Deutschland. In kurzer Zeit gingen über 1400 Ufosichtungen ein, 2008 knapp über 2000. Dabei wurden meist orangerote Punkte am Himmel gesichtet. Wie sich bald herausstellte, handelte es sich bei den UFOs um Papierballons mit einem Brennteller.

Organisationen

Ufosichtungen gab und gibt es in Deutschland immer wieder. Es gibt vor allem zwei private Organisationen, die sich mit diesen Ufosichtungen beschäftigen. Das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) und die
Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO)

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